1.1 Windindustrieanlagen werden 4 bis 5 mal so hoch

Die Bauhöhe einer Windindustrieanlage kann heute bis zu 365 Meter betragen, die Nabenhöhe des Turms ist dann bis zu 300 Meter hoch.³

Zum Vergleich:

Die ersten Windindustrieanlagen, um die frühen 2000er Jahre, waren bis 60 Meter hoch. Zu nennen sind hier z.B. Neg Micon mit Nabenhöhen von 46 bis 70 Metern, oder Enercon E44 und Vestas V44 (0,9 MW Nennleistung) mit einem Rotordurchmesser von 44 Metern auf Nabenhöhen von 50 bis 70 Metern, also mit Gesamtbauhöhen von durchschnittlich 70 bis 80 Metern. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich die Technik auf bis zu 150 Meter. Zu nennen sind z.B. Vestas V90 (2,0 MW) und Enercon E92 (2-2,35 MW) mit einem Rotordurchmesser von 90 Metern auf Nabenhöhen von 70 bis 100 Metern, also Gesamtbauhöhen von 125 Metern.

Das sind die Windindustrieanlagen, die bisher das Landschaftsbild zum Großteil prägen. In den Jahren 2016 bis 2020 gab es eine massive Entwicklung und deutliche Vergrößerung mit Typen wie Enercon E-126 und E-141 (4,2 MW) mit einem Rotordurchmesser von 141 Metern auf Nabenhöhen von 99 bis 135 Metern. Das entspricht Gesamtbauhöhen von 170 bis reichlich 200 Metern. Alle Neuerrichtungen der letzten Jahre bewegen sich in diesem Maß, gleich welchen Herstellers. Die Generation der Windgiganten bricht sich mit Genehmigungen seit Ende 2022 Bahn und hat ein mehr als bedrohliches und landschaftsbildzerstörendes Ausmaß angenommen. Es sind Windenergieanlagen wie Enercon E-138 und E-160 mit Gesamtbauhöhen von 218 Metern und 246 Metern, wie sie gegen massive Widerstände aus der Bevölkerung, dennoch Ende 2024 in Kleinschirma bei Freiberg errichtet werden.
Ein Ende des Wahnsinns ist nicht in Sicht.

Diese Ausmaße werden nun durch das weltweit größte Höhenwindrad in Schipkau (Brandenburg) Realität. Die GICON-Höhenwindkraftanlage bricht alle bisherigen Dimensionen:
Bei einer Nabenhöhe von 300 Metern und einem Rotordurchmesser von 126 Metern erreicht die Anlage die besagte Rekord-Gesamthöhe von 365 Metern und überragt damit sogar den Pariser Eiffelturm.
Nach Verzögerungen beim Naturschutz und einem vorübergehenden Baustopp wegen mangelhafter Zulieferteile wird der Prototyp im Jahr 2026 fertiggestellt, um den konstanten Höhenwind anzapfen zu können. Auch dieses Megaprojekt stieß vor Ort auf massiven rechtlichen und gesellschaftlichen Widerstand aus der Bevölkerung. Verläuft der Testbetrieb erfolgreich, planen die Entwickler bereits den Bau von 500 bis 1.000 weiteren dieser Windgiganten in Deutschland.

1.2 … und aus einer werden 10

Gemäß der neuen Windenergieflächenbedarfsgesetzes (WindGB) sollen 2% der Fläche Sachsens und ganz Deutschlands mit Windindustrieanlagen beplant und verschandelt werden.
Die Bundesregierung beabsichtigt die Anzahl der derzeit rund 30.000 Windindustrieanlagen an Land und im Meer zu vervielfachen. Im WindGB sind den Ländern die bereitzustellenden Areale bis 2027 beziehungsweise 2032 vorgeschrieben.
Man will demnach mit zusätzlich mehreren Zehntausend Windindustrieanlagen unsere Kulturlandschaft noch massiver beanspruchen.⁴
Das „Wind-an-Land-Gesetz“ schreibt unverhohlen die dauerhafte Opferung von 715.200 ha deutscher Kulturlandschaft vor und das entspricht rund acht Mal der Fläche der Insel Rügen.⁵
Für jede einzelne Windanlage in einem durchschnittlichen Fünfer-Windpark müssen rund ein ha Wald gerodet⁶ werden beziehungsweise gehen 16,5 ha landwirtschaftliche Fläche verloren.
Aber nicht nur die Flächen werden zerstört, sondern auch der visuell wahrnehmbare Raum, denn die Wind- und Solarindustrie wirkt auf etliche Kilometer störend auf die ästhetische Wahrnehmung der Landschaft. Die Ästhetik der Heimat-, Kultur- und Identitätsräume wird durch Wind- und Solarindustrie zerstört.